Mittwoch, 4. September 2013
Ein Rucksack für ein Jahr
Morgen ist es also soweit. Wir fliegen tatsächlich nach Lima. Und das, obwohl es manchmal wirklich unmöglich schien nach dem ganzen Chaos mit Flug, Visum und Unterkunft. Genauso wie wir unseren Abflugtermin ziemlich kurzfristig erhalten haben, hängen wir auch bei unserem zukünftigen Wohnort noch ein wenig in der Luft. Erst hieß es, es sei eine WG zu zweit, dann eine Gastfamilie und die neuste Info ist jetzt doch eine WG, aber zu dritt. Wer die dritte Person ist und wo die Wohnung liegen wird, werden wir vermutlich erst vor Ort erfahren. Warum auch Fakten aufdecken, wenn es doch so viel spannender ist… Wir fliegen also wortwörtlich ins Blaue hinein. Aber zurück zu meiner Reisevorbereitung. Mareile und ich haben seit dem Vorbereitungsseminar fleißig Informationen ausgetauscht und so nahezu identische Packlisten angefertigt. Das erstaunliche ist nur, dass bei mir alles in meinen Trekkingrucksack (rund 55 Liter) passt, Mareile aber zwei Koffer braucht. Und ich wiederhole: Nahezu die gleiche Packliste! Warum das so ist, wird sich vermutlich erst in Frankfurt herausstellen, denn da treffen wir uns, um zuerst bei meiner Großtante und meinem Großonkel zu übernachten und dann am nächsten Tag vom Frankfurter Flughafen gemeinsam mit Vinzenz und Jérôme in Richtung Lima aufzubrechen. Zwischenstopp machen wir bei insgesamt 18 Stunden reiner Flugzeit in Dallas in den USA und kommen dann um Mitternacht peruanischer Zeit in Lima an (hier 6 Uhr morgens). Endlich so gut wie alles organisiert zu haben, ist ein ziemlich gutes Gefühl. Ich bin abfahrbereit. Zumindest was das Organisatorische angeht. Innerlich fühle ich mich noch nicht so richtig bereit. Einerseits freue ich mich tierisch auf das, was vor mir liegt - eine spannende Zeit mit vielen neuen Erfahrungen und interessanten Menschen in Peru. Andererseits lasse ich mein altes Leben zurück. Meine Freunde, meine Familie, meine Kindheit. Jetzt werde ich erwachsen. In Peru werde ich auf eigenen Beinen stehen müssen, ohne Mama und Papa, die mir bei jederzeit helfend zur Seite stehen. Natürlich kann ich mich immer noch in allen Dingen auf sie verlassen, aber sie stehen eben nicht mehr permanent neben mir und können mich in den Arm nehmen, wenn mich irgendetwas bedrückt. Das ist es wahrscheinlich, was ich am meisten vermissen werde. Meine Eltern, meinen kleinen Bruder Stefan, der sich langsam zum großen Bruder entwickelt, und meine Freunde, die immer für mich da sind und mit denen ich jede Menge Spaß habe. Ein gutes Beispiel dafür ist der letzte Freitag. Da habt ihr (=Freunde und Familie) doch tatsächliche eine Überraschungsparty für mich organisiert. Dass ich wirklich gerührt war und mich gefreut habe, war - glaube ich - kaum zu übersehen. Auch an dieser Stelle nochmal ein ganz fettes Dankeschön an euch (vor allem an Katja und Stina, die ultimativen „Partymeister“). Ihr seid die Besten und ich weiß jetzt schon, dass ich euch alle richtig doll vermissen werde!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Annaaaaaaaa!
AntwortenLöschenEs ist wieder Zeit für einen neuen Eintrag.
Ich bin doch so gespannt, was dir in den letzten Tagen alles widerfahren ist!
Freue mich schon. :)
<3 Stina
Stina :)
LöschenDie nächsten Post warten nur darauf, hochgeladen zu werden. Bisher fehlt nur leider das Internet Zuhause. Aber bald sollte es so weit sein :)
Ich hoffe, dir gehts gut <3