Man stelle sich vor: Lima, eine Millionenmetropole an der Küste mit einer Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent.
Nun setze man sich in einen Bus, fahre gut 30 km nach Süden und steige an einer Station namens Pachacámac aus.
Nun sehe man sich um: Wo sind all die Menschen? Wieso ist es hier so trocken? Wo kommt der ganze Sand her? Und was ist das für ein Berg, der ist doch nicht etwa nur aus…Sand?!
Genau so ging es uns, als wir uns auf den Weg machten, um das alte Ruinenfeld Pachacámac südlich von Lima zu besuchen. Wir stiegen aus dem Bus und befanden uns im Niemandsland. Um uns herum Sand, eine wenig befahrene Straße und eine Schranke, die den Eingang zum Museum markierte. Obwohl wir uns vorher eifrig im Reiseführer informiert hatten, waren wir nicht darauf vorbereitet, schon so bald in der Küstenwüste Perús zu stehen.
Das zuerst unendlich erscheinende Gelände, das früher angeblich Sitz eines Orakels gewesen sein soll, haben wir todesmutig zu Fuß erkundet, den bunt bemalten Touristenbus gekonnt ignoriert. Glücklicherweise, wie uns später bewusst wurde. Zwar haben die lustigen bunten Touristengrüppchen den Sonnentempel der Anlage bequemer besuchen können, die Stille und Einsamkeit in der restlichen Teilen Pachacámacs sind ihnen aber entgangen. Teilweise sind wir uns tatsächlich vorgekommen als wären wir ganz woanders, in einer weiten Wüste, ohne Millionenstadt in direkter Reichweite, umgeben von Tempel aus längst vergangenen Zeiten.
| Blick auf den Sonnentempel |
| Das Highlight der Anlage - der Sonnentempel |
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