Freitag, 11. Oktober 2013

Wie man seine Wohnung putzt, Level: Peru



In der letzten Woche war gleich zwei Mal großes Putzen unserer Wohnung angesagt, inklusive Hausflur und Treppenhaus, nur um bösen Stimmen, die behaupten, wir seien chaotisch, gleich mal den Wind zu nehmen.  Wobei ich zugeben muss, beide Male war kein SO großer Hausputz geplant gewesen. Hier aber die Anleitung zu einem perfekten Hausputz, besonders gut geeignet bei Fliesenboden:

Man wasche seine Wäsche im nagelneuen Waschtrockner, lasse einen losen Schlauch aus seinem Loch in der Wand springen und bemerke es erst, wenn die halbe Wohnung unter Wasser steht. Dann lohnt es sich nämlich erst richtig. So jedenfalls hat es unsere Mitbewohnerin gemacht und unsere Nachbarn hatten gleich auch etwas von unserem optimalen Waschgang.
Zumindest war dies die Gelegenheit, uns endlich unseren Nachbarn vorzustellen, die zwar nicht ganz so begeistert wie wir von unserer Idee, gleich das ganze Treppenhaus zu putzen, waren, aber doch sehr erfreut über unsere Bekanntschaft schienen.

Unsere Wohnung erfreute sich schon genau eine Woche darauf neuer blitzblank geputzter Fliesen.
Unsere Toilette schien sich irgendwie zu weigern, vernünftig zu spülen, bis sie uns schließlich den Krieg ankündigte und doch noch spülte. Womit sie leider aber erst einmal nicht mehr aufhörte, bis Anna verzweifelt mit dem Besen das Wasser unter Kontrolle zu bringen versuchte, während ich Jorge, unseren Vermieter, zur Hilfe holte.
Als dieser in der Wohnung ankam, stellte er fachmännisch fest, dass er in unserer Wohnung nicht das passende „Werkzeug“ hatte, das er zur Reparatur benötigte, sodass er noch einmal zurück zum Shama gehen musste.
Zurück kam er mit einem riesigen Ast, um den er eine Tüte gewickelt hatte und mit dem er kurze Zeit später in unserem Klo rumstocherte, bis er sachkundig erklärte, dass das Toilettenpapier Grund unseres Verstopfungsproblems war.
Seitdem ziert ein Schild die der Toilette gegenüberliegenden Wand des Badezimmers.
„Toilettenpapier in den Mülleimer“.
Ihr glaubt gar nicht, wie schwierig es ist, sich das abzugewöhnen, Schild hin- oder her.

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